Werkseigene Produktionskontrolle

Schritt 1: Angebotsanfrage

Kontaktieren Sie uns, um ein Angebot für die Zertifizierung der werkseigenen Produktionskontrolle zu erhalten. Wir unterbreiten Ihnen gerne ein Angebot.

Schritt 2: Wir etablieren gemeinsam mit Ihnen das System der werkseigenen Produktionskontrolle (WPK)

Das System zur Produktionskontrolle soll u.a. folgende Punkte enthalten:

  • schriftlich festgehaltene Verfahrensanweisungen
  • Fertigungshandbuch
  • Arbeitsanweisungen
  • regelmäßige Kontrollen und Prüfungen der genutzten Prozesse, einschließlich deren Dokumentation
  • Schweißanweisungen
  • Mustervorlagen
  • Produktionsanlagen-, Maschinen- und Messmittelüberwachung

Legen Sie Anforderungen an die Mitarbeiter fest.

  • Erforderliche Qualifikationen
  • Fortbildungen

Gemeinsam definieren wir die Zuständigkeiten, Befugnisse und die Zusammenarbeit Ihrer Mitarbeiter in leitender, ausführender oder prüfender Funktion.

Die Mindestanforderungen an das WPK-System werden in der EN 1090-1 sowie den entsprechenden Anwendungsnormen (z.B. EN 1090-2 oder EN 1090-3) beschrieben.

Schritt 3: Erstprüfung

Als Hersteller führen Sie eine Erstprüfung an einem von Ihnen hergestellten Produkt aus.

Bei dieser Erstprüfung stellen Sie fest, ob die Festlegungen in ihrem System der werkseigenen Produktionskontrolle geeignet sind, um Bauteile oder Bausätze im Geltungsbereich EN 1090-1 herzustellen. Auch hierbei unterstützen wir Sie vollumfänglich.

Schritt 4: Erstinspektion

In der Erstinspektion wird durch einen von einer akkreditierten Stelle beauftragten Prüfer/-in kontrolliert, ob das bei Ihnen eingeführte System der werkseigenen Produktionskontrolle geeignet ist, Bauprodukte entsprechend den Anforderungen der DIN EN 1090-1 und mitgeltenden Regelwerke herstellen und liefern zu können.

Wir begleiten das Audit und beantworten gemeinsam die gestellten Fragen während der Erstinspektion.

Ergibt die Erstinspektion, dass Ihre betrieblichen Festlegungen und Prozesse zur Durchführung von Arbeiten nach EN 1090-1 geeignet sind, Bauteile nach den Anforderungen dieser Norm herzustellen, stellt Ihnen die Zertifizierungsstelle ein Zertifikat über die werkseigene Produktionskontrolle sowie ein entsprechendes Schweißzertifikat aus.

Ab dann dürfen Sie Ihre Produkte, soweit sie in den Geltungsbereich der EN 1090-1 fallen, mittels CE-Kennzeichnen deklarieren und innerhalb der EU in Verkehr bringen.

Schritt 5: Ansprechpartner nach der Zertifizierung

Auch nach der Erstinspektion sind wir Ihr fester Ansprechpartner rund um das Thema DIN EN 1090. Die Erfahrung zeigt, dass es hin und wieder im Projektgeschäft zu Fragen kommen kann. Auch hierbei unterstützen wir unsere Kunden weiterhin.

Rollen, Funktionen und Einwilligung innerhalb der WPK

Ein zentraler Bestandteil einer wirksamen WPK ist zudem die klare Definition aller Funktionen innerhalb des Qualitätsprozesses. Nur wenn Verantwortlichkeiten eindeutig zugewiesen und dokumentiert sind, lassen sich Abläufe zuverlässig steuern und nachweisen. Darüber hinaus ist bei der Erhebung, Verarbeitung und Speicherung prüfungsrelevanter Daten stets die Einwilligung der betroffenen Mitarbeiter sowie eine transparente Kommunikation über den Umgang mit Qualitäts- und Produktionsdaten sicherzustellen. So bleibt die WPK nicht nur normgerecht, sondern auch datenschutzkonform und nachvollziehbar.

Organisatorische Klarheit und Verantwortlichkeiten im Bauprozess

Beim Bauen komplexer Konstruktionen ist eine klare organisatorische Struktur innerhalb der WPK unerlässlich. Im heutigen Bauen trägt die eindeutige Zuordnung von Funktionen dazu bei, dass Prozesse transparent bleiben und Verantwortlichkeiten klar geregelt sind, sodass jeder Mitarbeiter seine Aufgaben kennt und sicher umsetzen kann.

Eine sauber dokumentierte WPK unterstützt die Verantwortlichen beim Bauen zusätzlich dabei, rechtliche und technische Anforderungen zuverlässig einzuhalten. Durch nachvollziehbare Abläufe und eine lückenlose Dokumentation wird sichergestellt, dass Prüfungen, Nachweise und interne Kontrollen jederzeit belastbar, prüfsicher und auditfähig sind.

Normgerechte Ausführung beim Anschluss an Mauerwerk

Im modernen Bauen spielt die werkseigene Produktionskontrolle eine entscheidende Rolle, um Tragfähigkeit und Sicherheit dauerhaft zu gewährleisten. Dies gilt nicht nur für Stahl- und Metallkonstruktionen, sondern ebenso für angrenzende Gewerke, bei denen Bauteile zuverlässig eingebunden werden müssen – etwa beim Anschluss an Mauerwerk oder bestehende Gebäudestrukturen. Eine konsequent überwachte Fertigungsqualität stellt sicher, dass alle Komponenten normgerecht ausgeführt und nahtlos in das Gesamtbauwerk integriert werden können.

Auch im klassischen Bauen zeigt sich der Nutzen einer konsequent geführten WPK deutlich: Nur wenn jede Produktionsstufe dokumentiert und überprüft wird, lassen sich Bauteile zuverlässig mit anderen Gewerken verbinden – beispielsweise beim Übergang zu tragendem Mauerwerk. So entsteht ein durchgängig belastbares System, das sowohl statischen Anforderungen als auch den Vorgaben der DIN EN 1090 gerecht wird.

Im vielseitigen Bauen haben die Schnittstellen zu anderen Werkstoffen eine hohe Bedeutung. Besonders bei Konstruktionen, bei denen Stahlbauelemente mit Holz kombiniert oder hybride Bauweisen eingesetzt werden, sorgt eine sorgfältig dokumentierte WPK dafür, dass Übergänge sauber geplant, bemessen und ausgeführt werden. So bleibt die Gesamtstruktur dauerhaft sicher und erfüllt alle normativen Anforderungen an Materialqualität und Tragverhalten.

Gerade bei anspruchsvollen Bauprojekten zeigt sich, wie wichtig klar geregelte Prozesse für das Bauen sind. Die werkseigene Produktionskontrolle schafft hier Transparenz und Verlässlichkeit, insbesondere an konstruktiven Übergängen zu massivem Mauerwerk oder anderen tragenden Bauteilen. Durch definierte Abläufe, regelmäßige Prüfungen und eine lückenlose Dokumentation wird sichergestellt, dass alle Anschlüsse dauerhaft belastbar sind und die Anforderungen der DIN EN 1090 über den gesamten Bauprozess hinweg eingehalten werden.

Sichere Übergänge zwischen Mauerwerk, Holz und metallischen Bauteilen

Beim fachgerechten Bauen kommt es insbesondere an Übergangsstellen zwischen unterschiedlichen Materialien auf höchste Präzision an. Ob beim Anschluss von Stahlkonstruktionen an Mauerwerk oder bei der Kombination mit Holz: Die werkseigene Produktionskontrolle stellt sicher, dass alle Verbindungslösungen dauerhaft tragfähig sind. In diesem Zusammenhang gewinnen auch Injektionsstoffe zunehmend an Bedeutung, etwa zur kraftschlüssigen Verankerung in Mauerwerk oder zur nachträglichen Befestigung von Bauteilen im Bestand. Durch klar definierte Prüf- und Dokumentationsprozesse wird gewährleistet, dass das Bauen den geltenden Normen entspricht und die eingesetzten Materialien zuverlässig zusammenwirken.

Gerade im modernen Bauen mit hybriden Konstruktionen aus Stahl, Holz und mineralischem Mauerwerk sind abgestimmte Systeme unverzichtbar. Injektionsstoffe ermöglichen hierbei sichere Befestigungen und lastabtragende Anschlüsse, sowohl im Neubau als auch bei Sanierungen. Die WPK sorgt dafür, dass diese Injektionsstoffe korrekt ausgewählt, verarbeitet und überwacht werden, sodass Verbindungen zwischen Holz und Mauerwerk langfristig stabil bleiben. Auf diese Weise unterstützt die werkseigene Produktionskontrolle ein normgerechtes Bauen, bei dem alle Bauteile – unabhängig vom Werkstoff – zuverlässig und dauerhaft miteinander verbunden sind.